Gerhart Hauptmann Haus 

Haus Wiesenstein in Agnetendorf 

Er hatte den Bergfried selbst gebaut. Ein runder, gedrungener Turm gab dem Gebäude etwas Burgartiges. (...) Die Wahl dieser Bauart geschah nicht ohne Grund, und dieser wehrhafte, untersetzte ,  gleichsam trotzige Turm konnte recht wohl als ein symbolischer Ausdruck der Gemütslage seines Bauherrn gedeutet werden, nämlich als eine Abwehr  der Gegenwart und zugleich eine Abkehr  von ihr. (...) Aber die Begriffe Abwehr und Abkehr allein können den Geist dieses Hauses nicht verständlich machen. Eher schon wird es möglich, wenn man als dritten Begriff die Einkehr dazugesellt.

 

Gerhart Hauptmann: Berliner Kriegsroman, 1928/29

 

"Eine Burg zum Schutz und Trutz" nannte Gerhart Hauptmann seine Villa im Riesengebirge. Sie war ihm ein Ort der Arbeit, des Rückzugs, ein Ort der Erholung, aber auch ein Treffpunkt für Künstler, Literaten und Politiker.  Im Inneren schuf er sich „eine Art Seelentempel, eine Art Pantheon“.

Als ein „Haus des Lebens, Haus der Liebe, Haus der Arbeit, Haus der Freude, Haus der Weisheit, aber auch Haus der Verzweiflung“ beschreibt er den Wiesenstein im „Buch der Leidenschaft“.

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