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Die Insel der großen Mutter

Schauplatz der Handlung ist eine paradiesische Insel im Stillen Ozean, für die auch die Insel Hiddensee Vorbild war.

Der Roman ist eine eigenwillige Mischung zwischen Utopie und Robinsonade, ein Gesellschaftsentwurf, der Möglichkeiten und Vorzüge eines matriarchalisch geführten Staates gegen das etablierte bürgerliche Patriarchat stellt. Eine Gruppe von Schiffbrüchigen rettet sich auf eine Insel, es sind an die Hundert Frauen und ein Knabe. Sie richten sich auf dieser paradiesischen Insel ein, finden alles zum Leben Notwendige und bilden eine demokratisch geführte Gemeinschaft, wo jeder nach seinen Fähigkeiten tätig sein kann.

Die Idee des Frauenstaats wird herausgefordert, als die erste Frau schwanger wird. Man erfindet ein göttliches Wunder, Mukalinda, das für die Nachkommenschaft sorgt. Von den vielen geborenen Kindern passen sich die Knaben nicht der Frauenherrschaft an und werden auf einem entlegenen Teil der Insel ausgesetzt. Hier schaffen sie sich unter Anleitung Phaons, des geretteten Knabens und Erzeugers aller Kinder, eine neue Gemeinschaft, die Tatendrang, Entdecker- und Erfindergeist in den Mittelpunkt stellt. „Mütterland“ und „Mannland“ entwickeln sich getrennt, bis die Frauenwelt durch Geburtenmangel an ihre Zukunft denkt.

Eine Auswahl junger Männer soll für die heranwachsenden Töchter im „Wildermannland“ gesucht werden, doch die Männer sind zu stolz für eine Domestizierung. Eine orgiastische Vereinigungsnacht der jungen Menschen durchbricht die Trennung von Frauen- und Männerwelt, Phaon aber verlässt im selbstgebauten Schiff mit seiner seit der Kindheit vertrauten und geliebten Diodata die Insel.

Abbildungen: Die Insel der großen Mutter, Berlin 1925
Gerhart Hauptmann Museum Erkner

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